Biergarten-Wirt macht weiter Wirbel

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Jetzt hat der Schumacher-Wirt Warnschilder wegen Einsturzgefahr aufgestellt Foto: wb
Hamburg: Südring 5b |

Der Zoff zwischen dem Schumachers-Betreiber und der Bäderland GmbH geht weiter

Winterhude Zunächst wollte er sich im Zuge der laufenden Gerichtsverhandlungen gar nicht äußern, nun geht Thorsten Köpp offensiv an die Öffentlichkeit. Der Betreiber von Schumachers Biergarten, dessen Mietvertrag von der Bäderland GmbH nach 19 Jahren zum Ende des vergangenen Jahres gekündigt wurde (das Wochenblatt berichtete) hat ungeachtet der Kündigung auf Facebook Öffnungszeiten der Lokalität angekündigt. Und in dem sozialen Netzwerk einen regelrechten Rachefeldzug gegen Bäderland gestartet mit dem Ziel, seine rund 3.200 Facebook-Freunde hinter sich zu bringen und sogar ein Bürgerbegehren für die Herausgabe des Freibades von Bäderland zu starten.

Kritische Posts gelöscht

Diese Rechnung scheint jedoch nicht aufzugehen. Köpp veröffentlichte den Mietvertrag mit der Bäderland GmbH, der ihn seiner Meinung nach aufgrund einer Miete von 20 Prozent des Bruttoumsatzes zu hohen Preisen zwang. Auch ein Gutachten, das einen Sanierungsstau seitens der Vermieterin bescheinigt, veröffentlichte der Wirt. Die Reaktionen darauf waren neben vielen Solidaritätsbekundungen jedoch durchaus kritisch: „Im Klartext heißt das doch, dass der Mieter wissentlich der baulichen und sicherheitsrelevanten Mängel die Anlage weiterbetrieben hat und damit seine Mitarbeiter und seine Gäste einer Gefahr ausgesetzt hat“, bemerkt ein Nutzer. Eine andere Nutzerin schreibt genervt: „Dass so etwas nicht auf Facebook gehört, sollte ein Mieter wissen.“ Die kritisch kommentierten Posts mit Mietvertrag und Gutachten sind unterdessen von der Seite verschwunden.

Bäderland: Ziemlich irrational

„Das ist alles ziemlich irrational und entspricht wenig den Tatsachen“, kommentiert Bäderland-Sprecher Michael Dietel die Schlammschlacht. „Der Mietvertrag wurde von beiden Seiten freiwillig unterschrieben. Die Miete ist der Pacht angepasst – wenn der Mieter weniger einnimmt, muss er auch weniger zahlen“, so Dietel. Derzeit befindet sich die Bäderland GmbH in finalen Gesprächen mit möglichen neuen Pächtern, in dieser Woche soll Köpps Nachfolger feststehen. „Es soll wieder einen Biergarten geben mit einem sozialverträglichen und familienfreundlichen Angebot, bei dem die Preise stimmen und das zum Freibad und zum Stadtpark passt. Keinen Schickimicki!“, erläutert Dietel und schließt: „Der Mieter befindet sich derzeit rechtswidrig auf unserem Gelände. Das schadet uns und unseren Gästen. Man kann das besser machen als das, was da passiert ist.“
Am 11. April sehen sich die Parteien vorm Landgericht. (flü)

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