Brot backen auf dem Baui

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Gleich brutzeln zwei Brote im selbst gebauten Lehmofen Fotos: Hanke
Hamburg: Bauspielplatz Poßmoorwiesen |

Bauspielplatz Poßmoorwiesen erhält Lehmofen für Brote und Pizza

Von Christian Hanke
Winterhude Es war wie in alten Zeiten: In den selbstgebauten Lehmofen wurden mit einem großen Schieber weiße Teigmassen geschoben, später braune, duftende Brote herausgeholt. In den Herbstferien war auf dem Bauspielplatz Poßmoorwiesen aus Lehm und Stroh ein Ofen zum Brotbacken gebaut worden, finanziert mit Sondermitteln der Bezirksversammlung Hamburg-Nord.

Nun wurde das kleine Bauwerk der Öffentlichkeit vorgestellt. „Der musste erst durchgetrocknet werden. Die Restfeuchte des Winters musste raus“, erläuterte Christian Rottmann, der Leiter des Bauspielplatzes, warum die Präsentation erst jetzt erfolgte. Nun erst kann der Ofen Temperaturen erreichen, die zum Brot- oder Pizzabacken nötig sind.
Für die beliebten italienischen Fladen sind 300 Grad Hitze notwendig, um sie herzustellen. Nachdem die Pizzen fertig sind, kann Brot hergestellt werden. „Jetzt kühlt der Ofen etwas ab. Gut, um Brote zu backen“, erläutert Christian Rottmann. 200 Grad sind die ideale Temperatur für die Backwaren.
Der Andrang am ersten Back-Tag auf dem Bauspielplatz ist groß. Der Ideenreichtum der Hobby-Bäker ebenfalls. Teig für ein griechisches Brot wird in den Ofen geschoben. „Das ist ein süßes Brot, schmeckt herrlich in Verbindung mit Käse“, erläutert Rottmann.

Den Kindern macht es großenSpaß, den Teig in den Ofen zu schieben und die angehenden Brote nach einigen Minuten so zu platzieren, dass sie von allen Seiten kross werden. Für viele Besucher ist das Brotbacken nichts Ungewöhnliches, denn der Bauspielplatz wird gern von Kindern und Eltern der Flüchtlingsunterkunft Opitzstraße aufgesucht. Für Hamburger Stadtkinder dagegen ist es etwas Besonders. Gerade ihnen wollen die Verantwortlichen des Bauspielplatzes und des Goldbekhauses diese „elementaren und wichtigen“ Fähigkeiten vermitteln, sagt Regine Hüttl, zuständig für Kinderkultur im Goldbekhaus. „Das ist eine Chance für den Stadtteil. Der Bauspielplatz ist ein Juwel für Kinder und Familien“, schwärmt die Sozialpädagogin.

Noch dreimal kann in diesem Jahr auf dem Bauspielplatz Poßmoorwiesen, Poßmoorweg 50 (Ecke Barmbeker Straße). gebacken werden. Termine sind der 18. August, 2. September und 16. Oktober, immer 14 bis 16 Uhr. Weitere Infos unter Telefon: 279 69 58. Der Eintritt ist frei.
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