Ein Bremer zieht in Schuhmachers Biergarten im Stadtpark

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Marc Altenburger (43) ist neuer Betreiber von Schumachers Biergarten im Stadtpark
Hamburg: Schumachers Biergarten |

Weniger Bierbänke, mehr Service und Burger auf der Speisekarte, dafür sinken die Preise: Der neue Pächter will den Biergarten am Naturbad Stadtparksee wieder fit machen

Von Marco Dittmer
Hamburg
Während der alte Pächter seit Monaten Schumachers Biergarten besetzt hält – und trotz Gerichtsurteil keine Anstalten macht, das Feld zu räumen – stellte Bäderland am Mittwoch den neuen Pächter der Gastronomie am Naturbad Stadtparksee vor (das Wochenblatt berichtete). Ein Bremer Vegetarier wird für mehrere Jahre den Biergarten übernehmen. „Wir freuen uns den Zuschlag für Schumachers Biergarten bekommen zu haben“, sagt Marc Altenburger, Geschäftsführer von Gastro Experience.

Preise sinken

Nach dem Einzug Marc Altenburgers, der schon seit 20 Jahren in Hamburg lebt und mit Gastro Experience das Herzblut St. Pauli und den Foodtruck Meatwagen betreibt, wird sich der Biergarten deutlich verändern. Die Bierbänke zur Wasserseite will er durch Stühle austauschen. „Das kostet zwar Sitzplätze, wird aber gemütlicher für die Gäste“, so der 43-Jährige. Vor allem will er das Lokal familienfreundlicher machen. Dafür plant er einen Kinderspielbereich, auch die Preise sollen deutliche sinken. So wird die Portion Pommes bei ihm 2,50 Euro kosten, eine Kugel Eis gibt es für einen Euro. Laut Besuchern kostete die Portion zuvor vier Euro. Zudem wird die Karte um einen vor Ort zubereiteten Burger für 5,90 Euro erweitert.

Langer Streit

Wann er seine Pläne in die Tat umsetzen kann ist jedoch noch nicht klar, da der frühere Betreiber, Thorsten Köpp, den Biergarten immer noch besetzt hält. Mehr noch: Trotz Gerichtsurteil und Räumungsklage wirbt der ehemalige Pächter auf einem Schild am Eingang und im Internet bereits für die nächste Flirt-Party am Freitag, gutes Wetter vorausgesetzt. „Wir hoffen, dass sich Herr Köpp an die Urteile hält“, sagt Michael Dietel, Sprecher von Bäderland. Der Gerichtsvollzieher als letztes Mittel scheint jedoch wahrscheinlich. Bäderland hatte seinem langjährigen Pächter zu Ende 2016 gekündigt, nachdem dieser einer zuvor vertraglich vereinbarten Mieterhöhung auf 20 Prozent der Bruttoumsatzmiete verweigerte. „Wucher“, nannte Thorsten Köpp, der Schumachers Biergarten 19 Jahre lang betrieb, die Höhe der Miete. „Auf unsere Ausschreibung haben 30 Interessenten ein Angebot abgegeben. Das zeigt, dass unsere Mietbedingungen absolut marktüblich sind“, so Micheal Dietel, Sprecher von Bäderland.

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