Erinnerung an die Stadthalle im Stadtpark

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In den 1930er Jahren war die Stadthalle am Stadtparksee die größte Gaststätte Norddeutschlands. 10.000 Gäste fanden dort Platz Foto: Stadtparkverein
Hamburg: Stadtparksee |

Sanierung des Freibads soll Erhalt historischer Mauerreste sicherstellen

Von Christian Hanke
Winterhude
SPD und Grüne wollen die Erreichbarkeit der östlichen Liegewiese des Stadtparkbades und der dortigen Umkleidekabinen verbessern und damit gleichzeitig historische Überreste der früher hier gelegenen Stadthalle sanieren und vervollständigen. Einen entsprechenden Antrag werden SPD und Grüne am 13. September in der Bürgerschaft stellen. An der Ostseite des Stadtparksees befand sich bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg die Stadthalle, die damals größte Gaststätte Norddeutschlands mit Kapazitäten für rund 10.000 Gäste. Die Ruine der Stadthalle wurde in den 1960er Jahren abgerissen, obwohl ein Wiederaufbau möglich gewesen wäre. Geblieben sind Teile der Terrassen- und Maueranlagen am Ufer des Sees, darunter Treppenstufen, die von der Terrasse ans Seeufer führten. An Stelle der zerstörten Ufermauer verband jahrelang ein provisorischer Holzsteg die Liegewiese, die im früheren Terrassenbereich der Stadthalle angelegt worden war, und Umkleideräume in deren erhaltenen Mauerbereichen am Seeufer mit dem übrigen Freibad. Der Steg kann seit einigen Jahren, weil sanierungsbedürftig, nicht genutzt werden, weshalb die Bereiche des Freibads auf den Flächen der früheren Stadthalle nur noch über Treppen und daher nicht barrierefrei erreicht werden können. SPD und Grüne wollen mit ihrem Antrag eine Sanierung der Ufermauer und die Komplettierung der Treppenanlage erreichen, so dass Liegewiese und Umkleideräume am östlichen Ufer des Stadtparksees auch barrierefrei erreicht werden können.

Neues Holzhaus geplant

Für 350.000 Euro sollen diese Ziele realisiert werden. Mit 200.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020. Die Umweltbehörde gibt 85.000 Euro, Bäderland 50.000 Euro. Dazu passt, das die neuen Betreiber des Biergartens am Stadtparkbad, Marc Altenburger und Thomas Jankowski, planen, auf der Fläche von 150 Plätzen im Innenbereich des Biergartens ein Holzhaus für überdachte Gastronomie zu bauen, in dem mit Text und Fotos an die Geschichte der Stadthalle erinnert werden soll.
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