Es wird eng am Wesselyring

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Geparkt wird, wo Platz ist, Jutta Pfennigwerth und Gerd Westhusen bemängeln dies Foto: Haas
Hamburg: Wesselyring |

Anwohner fordern mehr kostenfreie Parkplätze

Von Waltraut Haas
City Nord
Sogar während der jüngsten Feiertage wird es immer enger auf dem Wesselyring. Nachbarn verzweifeln hier ob der Parkplatznot. Anwohnerin Jutta Pfennigwerth, 66, wandte sich auch an die Redaktion des Hamburger Wochenblatts – nachdem Beschwerden beim Polizeikommissariat und dem Bezirksamt zu nichts führten.

Parken in zweiter Reihe

Gerade werden Pakete mit einem Postfahrzeug geliefert. Der Fahrer muss es in der zweiten Reihe abstellen, auf dem Wesselyring gibt es dann kein Durchkommen mehr. Kaum fährt ein Autofahrer los, schließt ein anderer die Lücke – dicht an dicht wird hier geparkt. „So kann der ambulante Pflegedienst, der meine Nachbarin betreut, nie vor unserer Tür parken“, meint Anwohnerin Jutta Pfennigwerth. Nachbar Gerd Westhusen, 77, möchte gerade seinen Enkel abholen. Selbst auf der durch Zickzack-Linien gekennzeichneten Sperrzone vor einer Garagenzufahrt werde dauernd geparkt, ergänzt er. „Wenn wir es einrichten können, fahren wir möglichst erst nachmittags los“, denn dann gäbe es höhere Chancen, das Auto wieder hier abzustellen. „Sonst lauern alle wie die Geier, wenn man wegfährt.“ An Sommerwochenenden parken hier zudem viele Stadtparkbesucher.

Parknot durch Fremdparker

Zu viele „Fremdparker“ erhöhen die Parkplatznot auch werktags, beobachtet Jutta Pfennigwerth. Diese würden als Bedienstete im nahen Polizeipräsidium arbeiten. Den Kfz-Kennzeichen zufolge kämen die meisten aus dem Umland. „Das Kuriose ist, dass wir eigentlich Stellplätze ohne Ende haben. Doch die kosten rund 50 Euro Miete, was für uns Rentner unerschwinglich ist.“ Die nahen Hoch- und Tiefgaragen der beiden Wohnungskonzerne böten sich doch an für die Polizeibediensteten, meinen die Nachbarn. Auch sie habe – mit hohem Fieber zurück vom Arztbesuch – in ihrer Verzweiflung mal „illegal“ geparkt, gesteht Jutta Pfenningwerth. „Das Knöllchen bekam ich umgehend. Unsere Fremdparker sind ja schließlich vom Fach.“ Mit ihren Nachbarn hätte sie gerne ausgewiesene Anwohnerparkplätze. Doch die haben von Amts wegen keine Chance. Stattdessen würden überall im Viertel die Abstellmöglichkeiten verringert.
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1 Kommentar
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Gerrit Moritz aus Barmbek | 27.07.2017 | 00:05  
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