"Mühlenkamp als Unfallfalle"? Bezug: Leitartikel des Wochenblattes v. 4.11.15

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Rücksichtsloses Parken am Mühlenkamp
Der Fahrbahnteiler auf dem Mühlenkamp hat vielleicht auch den Sinn, einige Autofahrer am rücksichtslosen Parken zu hindern. Vor den baulichen Veränderungen galten nach meiner Erinnerung gelegentlich Wildwestregeln. Es wurde zum Beispiel in der zweiten und im Zweifelsfall in der dritten Reihe geparkt. Dass das nicht mehr geht, merken einige spätestens, wenn sie den Fahrbahnteiler erblicken. Dass dies jedoch nicht jeder merkt, beweist das Foto. Hier hat es ein sehr sportlicher Fahrer Anfang Oktober durch seine alten Parkgewohnheiten hinbekommen, dass sich der Verkehr auf dem Mühlenkamp eine halbe Stunde lang bis zum Krohnskamp staute. Kein Bus konnte vorbei. Nicht der Fahrbahnteiler ist Schuld, sondern das üble Verhalten Einzelner. Dass Leute schlimm verunglücken, ist furchtbar, aber bestimmt nicht ein Alleinstellungsmerkmal des Mühlenkamps. Diese prachtvolle Straße ist zu stark befahren, zu laut und in Stoßzeiten eine Route des Vollstresses. Sie müsste eigentlich zur Fußgängerzone umgewandelt oder mindestens als Einbahnstraße mit Tempo 30 geführt werden, wenn man Unfälle nachhaltig vermeiden wollte. Die diversen Umbaumaßnahmen haben den Mühlenkamp etwas schöner, etwas übersichtlicher gestaltet und so auch etwas sicherer gemacht. Der Fahrbahnteiler ist nicht nur gegen das Parken in zweiter Reihe gerichtet, er wirkt auch mäßigend, verlangsamend auf manche stressgeplagten Autofahrer. Ihn als "Unfallfalle" zu denunzieren, ist voll daneben.
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