#Radweglos durch die Stadt

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Der Beitrag beleuchtet die rechtlichen Fragen, die sich im Zusammenhang mit im "Nirwana" endenden Radwegen ergeben.

Wer kennt es nicht? Man fährt gemütlich auf dem Radweg und plötzlich hört er auf. Endet im Nichts. Stattdessen nur noch „Gehweg-Nirwana“ (hier an der Ohlsdorfer Straße) und ein kleines rechteckiges Schild mit einem abgebildeten Fahrrad und dem Wörtchen „Frei“ drauf. Was nun? Etwa absteigen und auf dem Gehweg schieben?

Als FahrradfahrerIn hat man die Wahl.


Zwar ist Radfahrern normalerweise die Benutzung des Gehwegs untersagt – sie sind sogar grundsätzlich verpflichtet, auf der Straße zu fahren (vgl. § 2 Abs. 1 StVO). Allerdings gewährt das abgebildete Schild, das sog. StVO-Zusatzzeichen „1022-10“, ausnahmsweise ein Gehwegbenutzungsrecht. Wird dieses Schild daher am Ende eines Radweges aufgestellt, dürfen Fahrradfahrer selbst entscheiden, ob sie legal auf dem beginnenden Gehweg weiterfahren oder auf die Fahrbahn schwenken wollen.

Die Folge eines im Nirwana endenden Radwegs ist allerdings ein sehr hohes Gefährdungspotenzial.


Autofahrer rechnen in der Regel nicht damit, dass ein Radfahrer plötzlich auf die Fahrbahn schwenkt und Fußgänger wissen meistens nicht von dem Recht der Radfahrer, so dass sie sich von diesen in ihrem „Revier“ bedrängt fühlen. Gleichwohl kommt die „Schild-statt-Radweg-Kombi“ immer wieder im Straßenbild vor. Und zwar häufig dort, wo zuvor Baumaßnahmen waren, denen der Radweg zum Opfer gefallen ist. Das Zusatzschild dient dann als „Brückenlösung“, bis ein neuer Radweg gebaut wird. Da dies aber nicht selten ewig dauert, müssen Radfahrer zunehmend #radweglos durch die Stadt fahren.

Weitere spannende rechtliche Hintergründe von vermeintlich unspektakulären Landschaftsbestandteilen gibt es unter www.recht-in-der-landschaft.de
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2 Kommentare
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Stefan Warda aus Neustadt | 17.10.2016 | 10:17  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 18.10.2016 | 05:55  
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