Rolling Stones rocken Hamburg

Wann? 09.09.2017

Wo? Otto-Wels-Straße, Otto-Wels-Straße, 22303 Hamburg DE
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Gigantischer Aufwand für die Altrocker: Riesen-Bühne am Ufer des Stadtparksees, 250 LKW bringen Technik und Material, ausgefeiltes Sicherheitskonzept mit mobiler Polizeiwache, 82.000 Zuschauer fahren an und ab, Straßensperrungen – es ist das Konzertereignis des Jahres Foto: Claude-Gassian Klein
 
250 LKW bringen das Material für die riesige Open-Air Bühne Foto: Hollmann
Hamburg: Otto-Wels-Straße |

Stadtparkbesucher staunen über 20 Meter hohe Türme und Mega-Tribünen

Von Holger Hollmann
Hamburg-Winterhude
Es ist das Konzertereignis des Jahres in Hamburg mit über 82.000 Zuschauern und der Aufbau der riesigen, mehr als 1000 Quadratmeter großen Bühne läuft bereits auf Hochtouren:  Am Sonnabend, 9. September, spielen die Rolling Stones auf der großen Festwiese im Stadtpark und eröffnen mit dem Konzert ab 19 Uhr ihre Europa-Tournee, die in Paris enden wird. Die Band wollte eine außergewöhnliche Location für den Auftakt ihrer „No Filter“-Tour und der Hamburger Konzertveranstalter FKP Scorpio fand ihn im Hamburger Stadtpark, wo zuletzt vor 28 und 30 Jahren Pink Floyd und David Bowie auftreten durften (das Wochenblatt berichtete).

250 Trucks liefern Equipment

Seit dem vergangenen Freitag setzen unzählige Helfer und Techniker die größte Bühne Hamburgs kurz hinter dem Ufer des Stadtpark-Sees zusammen, immer mehr Material wird von den 250 großen Trucks angeliefert. In den Tagen zuvor hatte der Veranstalter damit begonnen, die Wege und den Rasen mit unzähligen Schutzplatten aus Aluminium und Kunststoff abzudecken und erste Absperrzäune aufzustellen.

Ein komplettes Stadion

Bis Sonnabend werden es über acht Kilometer Zaun sein – auch um die Büsche und Bäume vor Fans ohne Tickets zu schützen, die sich sonst querfeldein einen guten Hörplatz suchen könnten. Denn sehen werde man von der Show außerhalb des Konzertgeländes nichts, betont Scorpio. Das liegt neben dem doppelten Zaun auch an den insgesamt zwölf großen Tribünen mit zusammen 23.000 Sitzplätzen, die die Bühne abschirmen werden. „Im Prinzip bauen wir hier in rund zehn Tagen ein komplettes Stadion auf. Das ist schon eine Herausforderung – zumal diese Bühne hier das erste Mal aufgebaut wird“, sagte Christian Wiesmann von FKP Scorpio. Um die normale Nutzung des Stadtparks möglichst wenig zu beeinträchtigen, wurde so spät wie möglich damit begonnen. „Der Aufwand ist immens – so etwas ist in dieser kurzen Zeit nur zu schaffen, weil alle an einem Strang ziehen“, so Wiesmann. Bei Besprechungen sind oft mehr als 40 Personen anwesend, unter anderem vom zuständigen Bezirksamt Nord, das das Ereignis vor einigen Monaten genehmigt hatte, Polizei, Feuerwehr, Hochbahn und der Arbeiter-Samariter-Bund.

Sicherheitsmaßnahmen

Sicherheit ist bei dem Mega-Konzert ein großes Thema: „Wir werden sehr präsent sein, eine mobile Polizeiwache einrichten und auch mit Lkw-Sperren arbeiten, an denen uniformierte Polizisten mit Maschinenpistolen stehen“, kündigte Matthias Krause, Einsatzleiter vor Ort, an. Zudem werden Straßen für den Autoverkehr gesperrt, damit die Fanmassen den Stadtpark ungestört zu Fuß erreichen können. Der gesamte Südring und die Otto-Wels-Straße/Borgweg (zwischen Jahnring und Wiesendamm) werden bereits am Sonnabend ab 8 Uhr früh bis spät in die Nacht gesperrt sein.Ein Riesenaufwand, Harald Rösler, Leiter des Bezirksamtes, stellt klar: „Der Stones-Auftritt ist keine Eröffnung einer neuen Konzert-Location im Stadtpark, die künftig regelmäßig genutzt werden soll. Das ist eine ausgesprochen große Ausnahme.“

Info für Anwohner: Telefon 0800-88 99 500 und rollingstones@fkpscorpio.com

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