Schumachers Biergarten: Streit-Ende nicht in Sicht

Anzeige
Im Schumachers gibt es trotz Kündigung weiterhin Getränke und Snacks für die Gäste Foto: Flüß
Hamburg: Schumachers Biergarten |

Der Konflikt um den Biergarten im Hamburger Stadtpark beschäftigt nun auch die Politik

Von Miriam Flüß
Hamburg-Winterhude
Nun befasst sich auch der Hamburger Senat mit dem Streit um Schumachers Biergarten. „Was veranstaltet Bäderland Hamburg bei Schumachers Biergarten?“ wollten die Abgeordneten Michael Kruse und Daniel Oetzel (FDP) Mitte Mai in einer Kleinen Anfrage wissen. Hintergrund ist die Weigerung des Schumacher-Wirtes, Thorsten Köpp, den Betrieb trotz Kündigung einzustellen (das Wochenblatt berichtete). Dabei interessierten die beiden Bürgerschaftsabgeordneten insbesondere die finanziellen Folgen des Rechtsstreites für die Bäderland GmbH. Bereits in einer Kleinen Anfrage aus dem Januar 2017 kritisierten Kruse und Oetzel, dass die Bäderland Hamburg GmbH „nicht kostendeckend“ wirtschaften würde, sondern „jährlich im Rahmen des Konzerncleanings Zuschüsse durch die HGV Hamburg, eine durch die Freie und Hansestadt Hamburg gegründete Holdinggesellschaft zum Pooling von öffentlichen Unternehmen“ erhalten würde.

Mehrkosten zu Lasten der Steuerzahler


Die derzeitige Situation im Freibad Stadtparksee „wirft ein schlechtes Licht auf das Immobilienmanagement der Bäderland Hamburg GmbH und verursacht Kosten, die zu Lasten des Steuerzahlers gehen.“ Laut Antwort des Senats hat Bäderland Hamburg im Zeitraum von Mai bis Oktober 2016 keine Miete von dem ehemaligen Pächter erhalten, die Rückstände beliefen sich auf etwa 18.000 Euro. Kosten für zusätzliches Personal seien aufgrund des Streits nicht entstanden, die Kosten der Unterhaltung der Immobilie am Stadtparksee betrugen im Jahr 2016 etwa 30.000 Euro. Die bisherigen Gerichts- und Anwaltskosten beliefen sich auf eine Höhe von etwa 13.000 Euro.

Zwei Betreiber im Stadtpark


Investitionen seien seitens Bäderland auf dem Gelände nicht geplant, über Modernisierungsaufwendungen könne erst Auskunft gegeben werden, wenn der neue Mieter die Fläche bezogen habe. Und das hängt derzeit vom Gerichtsvollzieher ab. Solange bedienen zwei Wirte Rücken an Rücken am Stadtparksee: Bäderland Hamburg hat einen Zaun zwischen Freibadgelände und Biergarten aufgestellt. Während in Schumachers Biergarten der Betrieb wie gewohnt weiterläuft und für eine Pfingst-Party geworben wird, hat Neu-Mieter Marc Altenburger vorerst seinen Food-Truck „Meatwagen“ im Freibad geparkt und verkauft hier Burger und andere Snacks.

Lesen Sie auch: Ein Bremer zieht in Schuhmachers Biergarten im Stadtpark

Lesen Sie auch: Biergarten-Wirt macht weiter Wirbel

Lesen Sie auch: Biergarten-Pächter öffnet trotz Kündigung

Lesen Sie auch: Neuer Betreiber für das Schumachers gesucht
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige