Stones-Konzert: Gebühr ist Geheimsache

Anzeige
Die Rolling Stones haben vor 82.000 Fans im Hamburger Stadtpark gespielt Archivfoto: wb
Hamburg: Otto-Wels-Straße |

Wie viel Geld der Konzertveranstalter für die Nutzung der Stadtpark-Wiese an das Hamburger Bezirksamt-Nord zahlen musste, bleibt vertraulich

Hamburg-Winterhude Die Summe, die der Veranstalter des Rolling Stone-Konzerts FKP Scorpio für die Nutzung der großen Stadtpark-Wiese an das Bezirksamt überweisen musste, bleibt geheim. Die CDU hatte nach Bekanntwerden und Vorverkaufsstart für das Konzert eine entsprechende Anfrage in der Bezirksversammlung gestellt. Doch einer Veröffentlichung des Vertrags stünden „schutzwürdige Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse des Veranstalters entgegen“, antwortete das Bezirksamt. Anlass für eine weitere Anfrage der Linken-Fraktion waren zudem 100 Freikarten, die das Bezirksamt-Nord vom Veranstalter für das Stones-Konzert erhalten hatte. In der günstigsten Kategorie haben die Tickets immerhin einen Gegenwert von mehr als 10.000 Euro. „Dabei handelte es sich weniger um Frei- als vielmehr um Arbeitskarten“, so Bezirksamts-Sprecher Jan-Peter Uentz-Kahn. Die Hälfte der Karten seien an die Fraktionen verteilt worden – auch an die Linken-Fraktion seien zwei Konzertkarten gegangen, so Uentz-Kahn. Die andere Hälfte des Kontingents sei an Mitarbeiter des Bezirksamtes gegangen, etwa aus der Gartenbauabteilung, die sich vor Ort ein Bild von der Veranstaltung und den Schutzkonzepten für das Parkgrün machen mussten. „Sie konnten ihre Partnerin oder Partner mitnehmen, da sie für die Veranstaltung viele Überstunden geleistet hatten, die nicht abgegolten werden konnten.“ So seien die Konzertkarten auch als Kompensation dafür gedacht gewesen. (ho)
Anzeige
Anzeige
1 Kommentar
517
Rainer Stelling aus St. Georg | 27.09.2017 | 11:45  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige