Erneut packendes Derby der Hamburger Bundesligisten

Anzeige
Angriff der Hintermannschaft des FC St. Pauli
 
Der Hamburger Rugby Club in der Defensive
Hamburg: Stadtpark |

In einem spannenden Rugbyspiel konnte sich der FC St. Pauli mit 17 zu 11 gegen den ewigen Rivalen Hamburger Rugby Club (HRC) durchsetzen.

Spannend ist das Derby der besten Hamburger Rugbymannschften immer. Am letzten Sonnabend lockten zudem das tolle Osterwetter, die umfangreiche Vorberichterstattung sowie die Aussicht auf ein Duell auf Augenhöhe rund 650 Zuschauer in die Rugbyarena im Hamburger Stadtpark.

Vor der Rekordkulisse lieferten sich der FC St. Pauli und der HRC einen spannenden Schlagabtausch, bei dem es nicht nur um die Plätze in der Tabelle, sondern auch viel um das Prestige ging. Fritz Michau aus dem dem Trainerkollektiv der Paulianer hatte angekündigt: „Wir laufen im Sturm in Bestbesetzung auf, insbesondere in der ersten Reihe sind wir super aufgestellt.“ Der HRC hatte im Vorfeld mit seinen wuchtigen Stürmern ein beachtliches Unentschieden gegen den Berliner Rugby Club erkämpft. Man durfte also gespannt sein.

Nach zehn minütigem respektvollem Abtasten ging der HRC mit einem Straftritt 3 zu 0 in Führung. In der Folge gewann St. Pauli die Oberhand über das Spiel. Überraschenderweise gelang dies durch eine Dominanz in den angeordneten Gedrängen. Mit den gewonnenen Bällen wurde das Spiel möglichst schnell in die Breite verlagert, um den HRC-Stürmern zu entgehen.
Die ersten 24 Minuten wurden so von den Braunweißen dominiert, ohne dass sie ihre Überlegenheit in Punkte ummünzen konnten. Der HRC verteidigte hart, hatte aber sonst kaum Spielanteile. In der 24. Minute platzte dann der Knoten und St. Pauli wurde für die vielen Angriffe belohnt. Lorenz Klingbeil konnte einen Ball aus einem offenen Gedränge klauen und legte Mitte Goal den Versuch. Die Erhöhung brachte die 10 zu 3 Führung, die auch der Halbzeitstand war.

Die zweite Hälfte begann nahtlos dort wo die erste aufgehört hatte. St. Pauli griff an, hatte aber zu wenig Durchschlagskraft, um die starke Verteidigung zu überwinden. Zunehmend ließen sich die Spieler des FC St. Pauli auf Kontaktsituationen in der Nähe der Gedränge ein. Dies und unnötige Straftritte machten den Gegner stark und ließen die Barmbeker um die 60 Minute zu einem eigenen Spiel kommen. In der 62. Minute konnten die Rotschwarzen dann den verdienten Versuch legen. Durch einen Straftritt in der 70. Minute ging der HRC sogar mit 11 zu 10 in Führung.

Bei personeller Überzahl während einer Zeitstrafe gegen den FC hätten die HRC-ler das Spiel sogar gewinnen können. Ein sehenswerter Angriff endete jedoch mit einem Vorpass. In den Schlussminuten holte sie sich aber der FC St. Pauli das Spiel zurück und Lorenz Klingbeil konnte in der 78. Minute erneut punkten. Wieder Mitte Goal, so dass auch die 2 Punkte der Erhöhung sicher gelang.

Ein glücklicher Sieg. St. Pauli spielte überlegen, konnte das aber nicht entsprechend ausnutzen. Fritze Michau, Leiter des Trainerteams, bewertete das Spiel folgendermaßen: „Wir haben schon vieles richtig gemacht heute. Es fehlt noch an der Konsequenz bestimmte Dinge auch so umzusetzen. Das macht Hoffnung für die Zukunft“.

Der Abstieg dürfte damit kein Thema mehr für den FC St. Pauli sein, der am 2.4. den Berliner RC empfängt und sicher zeigen will, dass die positive Entwicklung weitergeht.

Der HRC erkämpft sich einen Defensivbonuspunkt und schafft damit beste Voraussetzungen für den Klassenerhalt. Dieser wird 23.4. an der Saarlandstraße gegen den RC Leipzig in einem „Abstiegsfinale“ ausgespielt.

Beide Team freuen sich über jeden Zuschauer, es muss ja nicht gleich wieder das Fernsehen sein.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige