Erst bei Potter, dann im Stadtpark

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Zwei Ringe bilden Tore, durch die der Spielball geworfen werden muss Foto: Horn
Hamburg: Stadtpark |

Die „Werewolves“ sind Hamburgs erstes Quidditch-Team und spielen um die Meisterschaft

Von Rainer Horn
Winterhude
Auch wenn man das Zubehör noch nie gesehen hat, ist es nicht schwierig, die Sportart zu erraten, die das Dutzend junger Männer und Frauen am Sonnabendvormittag auf der großen Festwiese im Stadtpark trainiert. Mit langen Stielen zwischen den Beinen laufen sie zwischen den jeweils drei Toren auf jeder Seite hin und her und versuchen, einen Ball durch die auf Stangen unterschiedlich hoch stehenden gegnerischen Ringe zu werfen. „Hamburg Werewolves“ steht auf ihren Trikots – es ist der Name des ersten Quidditch-Teams Hamburgs.

Ähnlich wie Rugby


Quidditch ist der Wettkampf aus den Harry-Potter-Romanen, mit dem Unterschied, dass die bis zu 19 Teammitglieder der „Werewolves“ nicht auf Besen durch die Luft fliegen, sondern über den Rasen laufen. „Dennoch kann es wie beim richtigen Quidditch aus dem Roman auch mal härter zugehen und weh tun. Es ist ein Sport mit Körperkontakt, ähnlich wie Rugby, wenn auch nicht ganz so heftig“, sagt Katrin Schankweiler, Sprecherin der „Werevolves“. Entstanden ist das Hamburger Team aus einer Gruppe von Freunden und Harry-Potter-Fans, von denen einer im Austauschprogramm in den USA war. „Dort hat er die Sportart entdeckt und wollte sie nach seiner Rückkehr nach Hamburg weiterspielen“, erzählt die 25-Jährige, deren Team in dieser Saison sogar schon den Meistertitel der Nordliga sicher hat.

30 Quidditch-Teams bundesweit


Bundesweit sind die „Werewolves“ bei weitem nicht die einzige Quidditch-Mannschaft. „30 Teams gibt es, von denen 21 an der Deutschen Meisterschaft in Jena teilnehmen werden“, so Schankweiler weiter. Im vergangenen Jahr fand sogar die Quidditch-Weltmeisterschaft in Frankfurt statt, die Australien gewonnen hat. Die Teams spielen gemischt, eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. „Nur wer an offiziellen Turnieren teilnehmen will, muss mindestens 16 Jahre alt sein. Bei unserem Training kann man aber auch mitmachen, wenn man jünger ist“, sagt Schankweiler: „Wir suchen noch Mitspieler.“

Weitere Infos und Kontakt: www.quidditch-hamburg.de oder E-Mail: werewolves@quidditch-hamburg.de

Info


Quidditch wurde erstmals 2005 von amerikanischen Studenten als Sportart ausgeübt und kann am besten als Mischung aus Handball, Rugby und Völkerball beschrieben werden. Ein Team besteht aus sechs Spielern. Spielball ist der „Quaffel“, ein weicher Ball, der durch die drei Torringe des gegnerischen Teams befördert werden muss. Für jeden Treffer gibt es zehn Punkte. Da man eine Hand am Besen – der Stange zwischen den Beinen – hat, ist das Werfen und Fangen des „Quaffel“ nicht einfach. Ab der 18. Spielminute muss ein Spieler jedes Teams versuchen, den „Schnatz“ zu fangen – ein Tennisball in einer Socke. (ho)
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