Sperber erreicht das Finalturnier um den Hamburger Pokal

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Siegerehrung: Vincent, Cougar, Can Luca, Joshua, Yasin, Jann-Eric, Yannick, Lukas, Henrik, Sebastian, Max (v.l.)
 
Voller Einsatz gegen Paloma
Hamburg: SC Sperber von 1898 e.V. Hamburg |

Jugendfußball: Die 2.E-Junioren des SC Sperber bestätigen ihren Hallen-Triumph


Zum zweiten Mal innerhalb von nur 4 Monaten erreichte die U10 des kleinen Alsterdorfer Stadtteilvereins SC Sperber ein Finalturnier des Hamburger Fußballverbandes. Obwohl im Teilnehmerfeld der letzten acht von 220 gestarteten Teams das Halbfinale knapp verpasst wurde, ist der ganze Verein mächtig stolz auf die Mannschaft.

Der Hamburger Fußballverband, dem sich auch viele Vereine aus dem Schleswig-Holsteiner und Niedersachsener Umland angeschlossen haben, richtet einen Pokalwettbewerb ab dem Alter von 9 Jahren aus. Somit starteten die Jungs im August 2012 in Bramfeld in den ersten Pokalwettbewerb ihrer Karriere. Dem 3:0-Sieg beim Bramfelder SV folgten in drei weiteren K.O.-Runden Erfolge gegen den Walddörfer SV, den TSV Holm und den Düneberger SV. Im Mai 2013 bedeutete das 4:2 im Achtelfinale beim SV Bergedorf 85 dann schließlich den Einzug in die Finalrunde.

Bereits im Februar diesen Jahres konnte die E-Jugend des SC Sperber einen vielumjubelten 3. Platz bei der Hamburger Hallen-Pokalmeisterschaft feiern. Mit der Wiederholung dieses Erfolges auf dem Feld, einmalig in der Geschichte des SC Sperber, hat sich das von Trainer Rolf Schneidereit betreute Team in der erweiterten Spitzengruppe der Hamburger 2003er Teams etabliert. Ähnlich wie in der Halle wird in der E-Jugend auch der Feldpokal in Turnierform ausgespielt. Für die zwei Finalgruppen hatten sich außerdem die Teams von St. Pauli, Lohbrügge, Schenefeld, Hoisbüttel, Paloma, Hetlingen und Rahlstedt qualifiziert.

Die kleinen Raubvögel starteten mit der Empfehlung von 27 Siegen bei einem Unentschieden und nur einer Niederlage aus 29 Punkt-, Pokal- und Turnierspielen in der Saison 2012/13 in den Wettbewerb. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Verwandten, Freunden sowie ihren in dieser Pokalrunde nicht spielberechtigten Mannschaftskameraden Sebastian und Henrik. Die Erwartungen wurden jedoch im Vorfeld durch den kurzfristigen Ausfall ihres zentralen, spielbestimmenden Mittelfeldspielers deutlich gedämpft.

Und so war die Freude groß, als in den zwölf Minuten Spielzeit des ersten Gruppenspiels der befreundete Stadtparknachbar Paloma mit 1:0 bezwungen werden konnte. Abwehrspieler Can Luca hatte nach einem schnellen Vorstoß aus dem rechten Halbfeld geflankt und der über links in den Strafraum vorgedrungene Kapitän Vincent abgeschlossen. Im weiteren Spielverlauf war der Schlüssel zum Erfolg, dass Sperbers defensiv-zentraler Mittelfeldspieler Jann-Eric Palomas im Sommer zu St. Pauli wechselnden Ausnahmespieler mit der Nr. 7 fast komplett aus dem Spiel nahm. So konnte Sperber durch gute Organisation und viel Einsatz Torchancen des Gegners unterbinden, weitere eigene Möglichkeiten erspielen und die ersten drei Punkte letztendlich verdient einfahren.

In der zweiten Partie ging es nun gegen die gescoutete, hochfavorisierte Mannschaft aus dem Nachwuchsleistungszentrum des FC St. Pauli. Diese hatten zum Auftakt ihren besten Spieler ins Tor gestellt und so eine sensationelle 0:1-Niederlage gegen Blau-Weiß 96 Schenefeld einstecken müssen. Und diesen Frust ließen die Braun-Weißen nun mit neuem Torwart und einem entfesselten Spiel am SC Sperber aus. So sorgten die Kiezkicker bereits nach 30 Sekunden durch eine Bogenlampe in den Torgiebel dafür, dass die Kontertaktik der Alsterdorfer Geschichte war. Zwar kam Sperber durch Stürmer Lukas zu einem Pfostenschuss und auch seine Mannschaftskameraden Yasin und Joshua starteten gelegentlich Konter, aber St. Pauli spielte sich mit tollen Passstaffetten und überlegener, individueller Technik in einen Rausch und gewann deutlich mit 4:0.

Im letzten Gruppenspiel gegen Blau-Weiß 96 Schenefeld hatten es die kleinen Raubvögel nun immer noch in der eigenen Hand, mit einem Sieg das Halbfinale zu erreichen. Doch bereits in der ersten Minute der Schock – nach einer Ecke geriet man durch einen für Torwart Cougar unhaltbaren Kopfball in Rückstand. Aber es war ja noch Zeit… In den verbleibenden 11 Minuten wurde alles versucht, die drohende Niederlage abzuwenden und im letzten Spieldrittel dann sogar auf eine Ein-Mann-Abwehr mit Yannick und später mit Max umgestellt. Es sollte heute aber einfach nicht sein, denn trotz einer überzeugenden Defensivleistung des gesamten Teams war der eigene Spielaufbau an diesem Tage ungewohnt unkreativ, ungenau und hektisch. Und so gab es gegen einen primär um Unterbindung der Sperber-Angriffe bemühten Gegner mit Ausnahme eines harten, vom Torwart abgewehrten Fernschusses keine nennenswerten Möglichkeiten.

Es qualifizierten sich Blau-Weiß 96 und St. Pauli in der Gruppe B vor den Teams von Paloma und dem SC Sperber für das Halbfinale. St. Pauli gewann im anschließenden Finale erwartungsgemäß den Hamburger Pokal der jungen E-Junioren 2012/13. „Klar waren wir zunächst alle enttäuscht, ausgerechnet im Finale nicht unser Leistungsvermögen abgerufen zu haben. Aber wir reden hier von Kinderfußball und das Erreichte ist ein grandioser Erfolg.“ resümierte Co-Trainer Jörg Goltz, der dann gleich seinen Blick in die Zukunft richtete: „Nun spielen wir am kommenden Wochenende ein großes Turnier in Berlin und eine Woche später haben wir gegen den starken VfL Lohbrügge ein echtes Endspiel um die Frühjahrsstaffelmeisterschaft. Und nach den Sommerferien greifen wir im Pokal der alten E-Junioren dann wieder nach den Sternen…“

http://www.sc-sperber2003.de
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